„Die Pferdeflüsterin – ein Leben zwischen Himmel und Hölle“ im SWR

„Lieber lass ich mich vom Hengst tottrampeln“, denkt sich die kleine Krystyna, als sie sich auf der Flucht vor Schlägen im Waisenhaus im Pferdestall versteckt. Doch das Pferd bietet ihr Schutz. Das ist der Beginn einer ganz besonderen Beziehung zwischen Krystyna und den Pferden. SWR Reporterin Sonja Faber-Schrecklein macht sich gemeinsam mit Krystyna Laskowski auf Spurensuche durch ihr Leben. Zu sehen in „Die Pferdeflüsterin – ein Leben zwischen Himmel und Hölle“ am Karfreitag, 30. März 2018, 18:30 bis 19 Uhr im SWR Fernsehen Baden-Württemberg.

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Ein Leben für die Araber

Als Findelkind ist sie in der Nachkriegszeit unter schwersten Bedingungen in Waisenhäusern aufgewachsen. Eine Zukunft als Magd scheint ihr vorbestimmt. Krystyna Laskowski muss buckeln, um dem Land Baden-Württemberg die Kosten für die Heimunterbringung zurückzuzahlen und ihren Traum zu verwirklichen: Reitstunden. Die kleine zierliche Frau hat das richtige Gespür für Pferde und macht eine Ausbildung auf dem Gestüt Marbach. Sie baut sich einen Reitstall auf, wird Reitlehrerin und Reittherapeutin.

Unbeugsam trotz vieler Schicksalsschläge

Obwohl Krystyna Laskowski bei einem Brand alles verliert, macht sie weiter. Mit einer Araberstute, die sie vor dem Schlachter rettet, baut sie eine Zucht auf. Für kleines Geld arbeitet sie mit Kindern und MS-Kranken. Ein Unfall zwingt Krystyna Laskowski in den Rollstuhl. Aus eigener Kraft und mit Hilfe ihrer Pferde kämpft sie sich Schritt für Schritt zurück, aber das Leben hinterlässt Spuren. Sie geht gebeugt, hat nur noch wenige Zähne im Mund, die Fingerknochen sind verformt. Jetzt soll der Pachtvertrag für ihren Araber-Reitstall in Fluorn-Winzeln im Schwarzwald nicht verlängert werden. Ein weiterer Schicksalsschlag für die unbeugsame Frau.

Autorinnen: Simone Heyder / Sonja Faber-Schrecklein

 

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